Warum ein 10-Finger-System-Lernprogramm kein Tipptrainer sein muss?

Liebe Leserinnen und Leser,

willkommen zum ersten Beitrag auf meinem neuen Magazinblog von Tippen360!
Es handelt sich hierbei nicht um einen reinen Webblog, viel mehr soll es ein offener Austausch zum Thema „Leichtes Lernen“ mit dem Schwerpunkt „10-Finger-System“ werden.

Ich lade alle Leser herzlich ein, mit Ihrem Input beizutragen. Willkommen sind auch Gastbeiträge, wenn Sie zum Thema passen. Eine Anfrage per E-Mail genügt. Ich freue mich sehr darauf. Nur Mut. Ein bischen Eigenwerbung für Ihr eigenes Produkt oder Dienstleistung, wenn es gut ist, sollte doch erlaubt sein.

Ich möchte mich noch kurz vorstellen. Mein Name ist Marco Wunderwald und ich bin der Geschäftsführer von Tippen360. Ich beschäftige mich beruflich intensiv mit dem Tippen auf der Tastatur und der dafür richtigen Methode, dem 10-Finger-System.

Ich habe 2009 bis 2010 die Software Tippen360 konzipiert und produzieren lassen. Zusätzlich halte ich für  interessierte Unternehmen noch den Kurs „Tastaturschreiben in 4 Stunden“ parat. Hierbei wende ich allerdings nicht meine Software an, sondern verwende das bewährte Lerntechniker-Seminar. Im Prinzip das Gleiche, eben nur für persönliche Kurse, die als Präsenz-Unterricht, z.B. mit mir als Trainer gehalten werden. Während Sie mit Tippen360 das 10-Finger-Schreiben komfortabel von zu Hause aus, leicht in vier bis sechs Stunden erlernen können.

Kommen wir nun zum ersten Beitrag:

Warum ein 10-Finger-System-Lernprogramm kein Tipptrainer sein muss? Teil 1.

Vielleicht ist die erste Headline ein wenig provokant geworden, denn bisher kennt man softwareseitig nur Tipptrainer, mit denen man das Tastaturschreiben erlernen kann. Aber was ist dann überhaupt per Definition ein Tipptrainer ? Im wörtlichen Sinne ist es erstmal ein Programm, mit dem ich das Tippen trainieren kann. Gut, aber wie funktioniert das genau?

In den meisten Fällen gibt das Programm einen abzuschreibenden Text vor, der vom Nutzer möglichst schnell abgetippt, bzw. abgeschrieben werden muss. Nun, in der Theorie klingt das erstmal gut, ist aber nur sinnvoll, wenn man schon einigermaßen gut Tippen kann. Denn was dabei außer acht gelassen wird ist, dass viele Menschen die Fertigkeit des Tippens noch gar nicht gut genug beherrschen um einen Tipptrainer zu verwenden. Das Resultat die Nutzer legen den Tipptrainer nach kurzer Zeit frustriert zur Seite. In vielen Blogs und Foren, liest man sehr häuftig von solchen Frusterlebnissen mit Tipptrainern. Aber warum ist das so?

Die meisten Tipptrainer haben in Ihrem Interface oben eine Leiste, in der Buchstaben, bzw. Buchstabenkombinationen oder auch schon ganze Wörter in schneller Reihenfolge durchlaufen und der User muss dann versuchen, das mitzutippen. Wenn er einen Buchstaben falsch schreibt, erscheint dieser Buchstabe meistens rot, oder das Programm wartet bis man die richtige Taste tippt.

Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, dass das Stress auslöst, weil man möchte ja möglichst viele richtige Anschläge pro Minute erreichen. Nur das kann für einen Nutzer, der anfängt das 10-Finger-System zu lernen nicht der richtige Weg sein. Zu allererst ist es wichtig, die richtige Fingerstellung zu erlernen und überhaupt in der Lage zu sein – wenn auch langsam – mit dem 10-Finger-System zu schreiben. Denn am Anfang geht Genauigkeit vor Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit stellt sich in der Regel mit der Zeit von ganz alleine ein.

Wie lernt man das 10-Finger-System zu beherrschen und dabei genau zu sein?
Klassische Maschinenschreiben-Kurse, die über einen langen Zeitraum laufen, machen das richtig. Es wird viel Zeit dafür verwendet, das die Kursteilnehmer zuerst  lernen, welche Finger die entsprechenden Tasten anschlagen. Das wird geübt, bis alle Teilnehmer in der Lage sind das 10-Finger-System anzuwenden. Geschwindigkeit spielt dabei keine Rolle, hier geht es zuerst um Genauigkeit.

Leider nehmen sich Software-Tipptrainer für diesen Part keine oder zu wenig Zeit, obwohl es eine wichtige Grundvoraussetzung ist. Fazit: Ein Tipptrainer ist also eher ein Übungsprogramm für Nutzer, die schon ordentlich mit 10-Fingern schreiben können und an Ihrer Anschlaggeschwindigkeit arbeiten möchten. Für Anfänger, die das 10-Finger-System von Grund auf richtig und von Dauer lernen wollen, ist es nicht der bestmögliche Weg.

Viele Menschen finden heute kaum noch Zeit in Ihrer Freizeit einen Maschinenschreiben-Kurs zu absolvieren. Daher suchen Sie nach anderen Möglichkeiten, um das Tastaturschreiben schnell und effektiv zu erlernen. Im Internet wird man schnell fündig, es gibt Tastaturschreiben-Kurse von unterschiedlichsten Anbietern und Bildungsträgern. Im Weiteren gibt es eine Vielzahl von Tipp- und Schreibtrainer und seit einiger Zeit auch Programme und Kurse, die beschleunigte und ganzheitliche Lernverfahren anwenden, sowie bespielsweise Tippen360.

Wenn wir eine Fertigkeit bleibend und schnell lernen wollen ist das mit herkömmlichen Lernmethoden meistens nicht möglich, da diese in der Regel nur die linke Gehirnhälfte, bzw. das faktische Gedächtnis in Anspruch nehmen. Wir lernen dann, wie früher in der Schule, durch das sogenannte Auswendiglernen. Wenn wir nicht die Zahl der Übungs- und Wiederholungseinheiten auf hohen Niveau halten, werden wir auf das Erlernte bald kaum noch Zugriff haben. Wir müssen also für das Langzeitgedächtnis lernen um einen schnellen und dauerhaften Lernerfolg zu bekommen.Wie lernen wir das 10-Finger-System schnell und von Dauer?

Das ist kein Widerspruch, sondern mit den sogenannten ganzheitlichen und beschleunigten Lernverfahren ein angewandtes Prinzip. Doch was verstehen wir unter beschleunigten und ganzheitlichen Lernverfahren? Im wesentlichen ist es so, dass wir vier Sinne haben um zu lernen. Das wäre zum einem das Sehen, oder auch visuelles Lernen, durch Hören, auch auditives Lernen und auch durch Anfassen, bzw. begreifen mit den Händen. Der Fachausdruck dafür ist haptisches Lernen. Zu guter Letzt lernen wir auch durch unsere Gefühle, bzw. durch fühlen. Wer kennt nicht das Sprichwort: „Wer nicht hören will, muss fühlen!“

Die Lernmethode, die die Software Tippen360 verwendet, kombiniert Visualisierungen mit multisensorischem (mit allen Sinnen) Lernen und tut dies darüberhinaus noch in einem entspannten Zustand, so steigern wir unser Lernpotential um ein Vielfaches. Durch den Einsatz von Visualisierungen, die im bildhaften Gedächtnis entstehen und abgespeichert werden, bleibt das Erlernte dauerhaft im Langzeitgedächtnis haften. So verkürzen wir auf natürliche Weise das Üben auf ein notwendiges Minimum. Es genügt dann, die neue Fertigkeit in der alltäglichen Praxis anzuwenden.

Gerade dem Beibehalten eines neu gelernten Musters, kommt dabei eine besonders wichtige Rolle zu. Konkret heißt das, Sie müssen das neuerworbene Schreibmuster nun dauerhaft anwenden und sollen möglichst nicht mehr in Ihr altes Tippverhalten zurückfallen.

Wir müssen also nicht prinzipell nur üben, sprich endlos monoton Tippen, wie das die meisten Tipptrainer von uns verlangen, sondern es ist besser die richtige Lernmethode anzuwenden um das 10-Finger-System zu erlernen. Das ist effektiver, schneller und auch intelligenter.

Anstrengungen lassen sich vermeiden, wenn man weiss wie.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Ihr Marco Wunderwald

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